Warnung vor Autobahn-Betrügern in Italien!

Foto © autostrade per l‘italia

Italien: ÖAMTC warnt vor Autobahn-Betrügern

Urlaubszeit bedeutet auch Zeit der Trickbetrüger auf den Straßen und Autobahnen. Der ÖAMTC hat dabei von einem besonders dreisten Überfall auf einen Salzburger Autofahrer erfahren, der auf der italienischen Autobahn unterwegs war.

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Handy weg, Geld weg, das Auto praktisch ausgeräumt und das im Beisein des Bestohlenen. Ein rumänisches Auto, vollbesetzt mit Frauen, Männern und Kindern hatte den Salzburger gedrängt in der Pannenbucht eines Tunnels anzuhalten. Er habe einen Unfall verursacht behaupteten die Täter.

ÖAMTC-Juristin Martina Schlegel-Lanz schildert weiter: „Der Tumult war riesengroß, es war eine weinende Frau mit Kindern im Auto. Die drei Männer haben gesagt, sie sind Zeugen und haben alles gesehen und man muss sofort einen Unfallbericht ausfüllen. Und gleichzeitig hat man mit einem schwarzen Textmarker Striche auf das Auto gemacht damit es so aussieht als hätte sein Auto auch einen Schaden. Und in dieser ganzen Aufregung hat man ihm das Handy weggenommen, das Geld weggenommen und schlussendlich das ganze Auto ausgeräumt.“

Einzelner soll vor Stress den Überblick verlieren

Tricks, um Autofahrer zum Anhalten zu bringen, gebe es viele, meint Schlegel-Lanz weiter, „diesen haben wir aber so noch nie gehört, wo bewusst der Stress und Tumult so groß gemacht wird, dass man den Überblick als Einzelner verliert.“

Die ÖAMTC-Juristin rät in diesen und ähnlichen Fällen nicht gleich aus dem Fahrzeug auszusteigen, im Gegenteil es besser erst einmal von innen zu verriegeln und die Polizei über den Notruf 112 zu verständigen.

„Solche Vorfälle passieren zwar nicht sehr häufig, aber ich denke, es schadet nicht, wenn man einmal gehört hat, dass es so etwas gibt und vorkommt. Dann ist man nicht so völlig von der Rolle, wenn einem sowas passiert. Denn es war in diesem Fall immerhin ein Sonntagnachmittag auf einer ganz normal befahrenen Autobahn“, so Schlegel-Lanz.