Mit dem Fahrrad vom Chiemsee an die Adria

Mit dem Fahrrad vom Chiemsee an die Adria

Familie Hauser-Kraja macht sich alle zwei Jahre mit dem Fahrrad auf, die Alpen vom Chiemsee bis nach Cavallino zu überqueren. Diese besondere Reise dauert zwischen 5 und 6 Tagen, sie nahmen bis jetzt jedes mal eine andere Route. Eine davon stellen wir hier in unserem Magazin vor.

Es geht los...

Bepackt mit Zelt geht die Fahrt von Traunstein am Chiemsee über Inzell und Lofer nach Zell am See. Von Zell am See geht es durch den (kalten und lauten) Tunnel ins Gasteinertal, in Bad Gastein ist das erste Etappenziel erreicht und es erfolgt eine Nächtigung in einer Pension.

Am nächsten Tag geht die Fahrt mit einem gemütlicheren Teil los, die Fahrräder werden bequem mit den ÖBB durch die Tauernschleuse bis nach Mallnitz gefahren, denn der Tauern ist für Hobbysportler doch eine sehr starke Nummer. Von Mallnitz geht die Fahrt über Spittal den Drauradweg entlang nach Villach. Kurz vor Spittal wurden die Reisenden von einer Reifenpanne samt kaputter Felge aufgehalten, mit der man auf so einer Fahrt immer rechnen muss. Dank sehr hilfsbereiter Anrainer wurde eine Ersatzfelge bis zum nächsten Radgeschäft geborgt, ein sehr schöner Vertrauensvorschuss, der unseren Radreisenden hier entgegengebracht wurde. Auch in Villach wurde in einem Gasthaus genächtigt.

ÖBB Tauernschleuse mit den Fahrrädern Reifenpanne - hilfsbereite Anrainer Spittal an der Drau

Von Villach ging die Fahrt über Tarvis nach Pontebba durch die karnischen Alpen des Kanaltals. Bis Pontebba eine überwiegend angenehme Fahrt, die Weiterfahrt war dann jedoch von starkem Gegenwind geprägt, sodass sogar beim bergab fahren kräftig in die Pedale getreten werden musste. Die anstrengende Gegenwindfahrt ging über Camino al Tagliamento nach Cavazzo zum Lago di Cavazzo. Auf einem kleinen Campingplatz am Lago di Cavazzo wurde im Zelt genächtigt, wobei in der Nacht ein kräftiges Gewitter die Nachtruhe störte.

Am Morgen ging die Fahrt über Alesso entlang des Tagliamento über Peonis, Cornino, Flagogna, Pinzano nach Valeriano. Ab hier ging es in die Ebene Friauls, begleitet von dem einzigartigen Gefühl, die Alpen überquert und hinter sich gelassen zu haben. Die Route ging weiter über Spilimbergo, Portogruaro bis etwas weiter südlich in Concordia im Hotel genächtigt wurde.

Der erste Blick aufs Meer bei Caorle Wo gehts lang? Jetzt ist Jesolo nicht mehr weit

Von Concordia ging es am Morgen weiter Richtung Caorle, das erste mal der Blick auf das Meer, jedoch noch nicht ganz am Ziel. Die Fahrt ging über Duna Verde, Eraclea Mare über eine kleine Brücke in das kleine Fischerdörfchen Cortellazzo vor Jesolo. Über Jesolo ging es die Brücke über den Sile nach Cavallino. Das Ziel, den Union Lido, erreichten die müden aber glücklichen Radreisenden, empfangen von der schon vor Ort befindlichen Familie, um etwa 12 Uhr Mittags nach insgesamt 513 km im Sattel.

Ortsschild Jesolo Das Ziel vor Augen Ortsschild Cavallino Prost! Ankunft am Union Lido mit dem Fahrrad Jetzt beginnt der erholsame Teil des Urlaubs!